Stress Mutter

Gestresste Mama – Teil 1: Stressfallen ausfindig machen

Gestresste Mama

Als Mama fühle ich mich manchmal ganz schön gestresst. Dagegen will und muss ich etwas tun. Was also tun? Manche Dinge sind einfach so, wie sie sind. Das muss ich so hinnehmen. Die Großeltern wohnen nun mal weit weg und können nicht helfen. Das geht aber auch anderen Mamas in Deutschland so. In Berlin hatten wir die Großeltern ja auch nicht nebenan.
Da habe ich mich gefragt, ob mancher Stress vielleicht vermeidbar ist, weil er hausgemacht ist? Ich konnte einige Stressfallen für mich ausfindig machen.

Mama muss noch schnell!

Kennt ihr das? Den ganzen Tag sage ich mir selbst “Ich muss noch schnell dies machen…ich muss noch schnell jenes machen”. Ich nenne es die “Mama-Krankheit”. Bloß schnell viel geschafft bekommen in der Annahme, dass ich dann irgendwann fertig damit bin und eben nichts mehr – oder zumindest viiiieeel weniger machen muss. Das würde nämlich bedeuten ICH = ENTSPANNEN + NICHTS TUN. Leider geht diese Rechnung nie wirklich auf, denn es wird einfach irgendwie nicht weniger, egal wie viel Zeugs ich schnell mal eben mache. Stattdessen habe ich den ganzen Tag schnell viele Sachen gemacht und fühle mich am Ende des Tages ziemlich gestresst und gehetzt. Wenn das die ganze Woche oder sogar noch länger so geht und wohl möglich noch andere Sachen dazukommen, die mich stressen,  dann ist mein Akku irgendwann leer. Ich merke dann, dass ich auf Reserve laufe. Das fühlt sich überhaupt nicht gut an. Ständig müde und kraftlos hetze ich mich dann durch den Tag. Macht nicht wirklich Spaß und ist auch total blöd, weil es der perfekte Weg ins Burnout ist.

Perfektionismus

Niemand sagt mir, wie mein Haus aussehen soll oder was ich am Tag geschafft haben muss, um eine gute Mama zu sein. Zumindest nicht direkt. Trotzdem habe ich indirekt das Gefühl einem bestimmten Bild entsprechen zu müssen. Es gibt da irgendwie diese Bilder in meinem Kopf, diese Checklisten darüber, was eine Mama, Ehefrau und Frau ausmacht. Ich habe ja bereits über Perfektionismus geschrieben Click Here. Woher kommen dieses Gefühl und diese Checklisten im Kopf? Eine eindeutige Antwort konnte ich darauf nicht finden. Ich denke es ist eine Mischung aus Erziehung, Umfeld, Gesellschaft und Medien. Entscheidend ist das aber nicht. Entscheidend ist, dass ich mir selbst Druck mache diesem Bild in meinem Kopf entsprechen zu müssen. Es ist doch mein Leben. Ist es da so wichtig ein vermeintlich perfektes Bild einer Mama nach außen hin abzugeben? Wichtig war für mich, neben der Erkenntnis, dass ich diese Checklisten im Kopf habe, aber vor allem, dass ich mich auch von ihnen lösen kann!

Ich mache hier alles alleine

Immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich sauer bin, weil ich das Gefühl habe, dass überwiegend ich es bin, die hier Zuhause alles macht. Alle machen Dreck und verstreuen ihren Kram über das ganze Haus. Vor allem am Wochenende bleibt vieles liegen, denn da sind alle Zuhause und alle wollen entspannen. Manchmal wird es mir dann zuviel. Anstatt aber zu sagen:“Hey, lasst uns mal eben hier sauber machen oder aufräumen”, werde ich dann sauer, weil ich mich verantwortlich dafür fühle sauber zu machen oder aufzuräumen, weil niemand es sonst macht. Ich denke dann immer:“Merken sie nicht, wie es hier aussieht? Stört es den Mann nicht? Oder denken alle etwa, dass die Mama das ja wegmachen kann?” Das ist dann immer der Punkt an dem ich sauer werde. Wenn ich dann aufräume oder sauber mache, dann nicht mit einer fröhlichen Miene. Wenn mein Mann das bemerkt und mich anspricht, gibt es auch gerne mal eine blöde Antwort von mir.
Was erwarte ich? Wenn es mich stört, wie es aussieht und ich nicht alleine aufräumen oder sauber machen möchte, dann muss ich etwas sagen. Ich kann nicht erwarten, dass meine Familie Gedanken lesen kann oder die gleichen Prioritäten hat, wie ich.

Das sind meine größten, hausgemachten, Stressfallen. Welche sind eure?

In Teil 2 gibt es dann Tipps und Anregungen zum entspannen 🙂

 

Bis bald,

XX Miriam

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