Going Green – nachhaltiger Leben in den USA

Alles im Überfluss

Ich weiß noch wie überwältigt ich im Supermarkt stand, als wir vor 5 Jahren nach Oregon gezogen sind. Es gab und gibt dort gefühlt alles im Überfluss. Es ist schön Auswahl zu haben, aber das Angebot hat mich erstmal überwältigt. Ich bin dann immer nach einer Weile wieder raus aus dem Supermarkt, weil ich mich total reizüberflutet gefühlt habe. Dazu waren die Produkte dort natürlich auch neu für mich.

Zurechtfinden

Anfangs musste ich mich erstmal zurechtfinden, in dem neuen, noch unbekannten Land. Ich wusste, dass in den USA gentechnisch veränderte Lebensmittel erlaubt sind. Diese wollte ich gerne vermeiden. Ich hatte in Deutschland schon viel Bio gekauft und das würde ich dann in Oregon so weitermachen. Vor 5 Jahren war die Auswahl an Bio Lebensmitteln hier auf jeden Fall noch begrenzter. Das hat sich in den letzten Jahren, mit steigender Nachfrage zum Glück geändert. Inzwischen weiß ich wo ich meine Produkte finde und weiß auch wonach ich schauen muss auf Labeln.

Konsum

Neben Lebensmitteln fiel mir auf, dass hier vieles mit viel Verpackung kam und leider auch vieles auf Wegwerfen ausgelegt war. Es gab ständig irgendwelche Angebote und Dinge waren nicht nur preislich billig, sondern auch so billig hergestellt, dass klar war, dass sie nicht lange halten würden. Wir sind natürlich auch ein paar Male darauf reingefallen.
Kurz nach unserem Umzug habe ich mir ein paar Jeans online bestellt. Es gab einen Sale und ich habe mich mit dem Bestellen beeilt, um das gute Angebot ja nicht zu verpassen. Nach einiger Zeit stellte ich dann fest, dass es immer irgendeinen Sale gibt. Es wird aber jedes Mal versucht dem Konsumenten zu vermitteln, dass es dieses Mal wirklich und endgültig das allerallerallerbeste Angebot ist und man für diesen Preis ja nun einfach kaufen MUSS. Diese aggressive Verkaufsschiene überwältigt mich noch immer und ich bin auch hier und da versucht zu kaufen, weil es eben ein guter Deal zu sein scheint. Und wer mag keinen guten Deal?!

Lifestyle

Der amerikanische Lifestyle ist zum größten Teil nicht wirklich nachhaltig. Es scheint viel um Bequemlichkeit zu gehen. Da werden, anstatt Geschirr, Pappteller für das tägliche Essen benutzt, weil man sich so das Abwaschen ersparen kann. Vor dem Supermarkt sitzen Menschen bei laufendem Motor im Auto und warten darauf, dass ihr Mitfahrer mit dem Einkauf fertig ist. Sowas macht niemand aus Boshaftigkeit denke ich, aber das Bewusstsein, dass mein Handeln nicht nur Auswirkungen auf mich hat, sondern auch die Umwelt betrifft, scheint noch nicht immer da zu sein.

Nachhaltiger Leben

Ich kann und will niemandem vorschreiben, wie sie oder er leben soll, aber ich kann meinen eigenen Lebensstil anschauen und gegebenenfalls verändern. Ich bin nicht perfekt und das ist auch nicht mein Anspruch. Vielmehr denke ich, dass jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und umweltbewussten Leben zählt und hilft.
Ich möchte dieses Jahr zum Beispiel die Benutzung von Plastik reduzieren und schauen wo ich noch weniger wegwerfen kann. Diesen Prozess möchte ich gerne hier auf meinem Blog dokumentieren.

 

Habt ihr Lust mit dabei zu begleiten? Oder vielleicht sogar mitzumachen?

 

Bis bald X0

Miriam

 

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